You are here:
FWG Ober-Olm e.V.
Rheinhessen darf nicht im Lärm versinken PDF Drucken E-Mail
Montag, den 23. August 2010 um 12:38 Uhr

"Optimierte Flugrouten finden und lärmarme An- und Abflugverfahren einsetzen“

Der Ausbau der neuen Nordwestlandebahn am Frankfurter Flughafen schreitet stetig voran und das von Experten gezeichnete düstere Szenario eines permanenten Lärmteppichs über Rheinhessen rückt näher. Damit es nicht so kommt, fordern Ralph Spiegler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, und der Erste Beigeordnete Erwin Malkmus die Umsetzung umfangreicher Maßnahmen zur Lärmprävention. „Rheinhessen muss lebenswert bleiben“, so Ralph Spiegler. „Es kann und darf nicht sein, dass sich die Menschen in der Region bei all ihren Aktivitäten den Bewegungen am Rhein-Main-Airport anpassen müssen.“ Ähnliches sagt Erwin Malkmus: „Dass Fluglärm krank macht, ist seit langem bekannt. Der Ausbau des Frankfurter Flughafens darf nicht dazu führen, dass die Bewohner des Rhein-Main- Gebietes mit ständigen Krachbelästigungen und Einschränkungen leben müssen.“ Spiegler und Malkmus wehren sich besonders dagegen, dass die bestehenden Anflugrouten über Rheinhessen stärker frequentiert werden und zudem zwei neue Routen, darunter eine von Nackenheim über Ober-Olm führende Strecke, installiert werden sollen. Nach vorläufigen Prognosen sei davon auszugehen, dass die tägliche Zahl der Flugbewegungen alleine auf der bislang nur mäßig genutzten „TABUM-Route“, welche von Frankfurt über Nierstein nach Ober-Olm und Mainz führt, von zehn auf über 200 steigen dürften. Schon dadurch dürfte sich der Fluglärm vervielfachen. Nach Meinung von Spiegler und Malkmus wird Rheinland-Pfalz nach dem Ausbau unverhältnismäßig hoch mit Fluglärm beschallt, während Hessen deutlich entlastet wird. Gerechter wäre es jedoch, den Lärm gleichmäßig zu verteilen, um nicht den gesamten Krach einem geringen Bruchteil aller Einwohner des Rhein-Main-Gebietes zuzumuten. Gerade hier sieht die Spitze der Verbandsgemeinde Nieder-Olm dringenden Handlungsbedarf: „Die Aufgabe der Deutschen Flugsicherung muss darin bestehen, allgemein verträgliche Flugrouten zu finden!“, so Spiegler. Gleichzeitig müssten neben dem obligatorischen absoluten Nachtflugverbot auch lärmoptimierte An und Abflüge Anwendung finden. Neben einem ruhigeren Anflugverfahren, ähnlich dem in London-Heathrow bewährten kontinuierlichen Sinkflug, bei dem sich die Turbinen in Leerlaufstellung befänden, sei es enorm wichtig, auch den Abflug zu verändern. Hier favorisieren beide die lärmoptimale Variante des steilsten Steigens, um die Geräusche am Boden durch schnelle Höhengewinnung zu eliminieren. Ralph Spiegler und Erwin Malkmus fordern die Verantwortlichen auf, bei der Suche nach Lösungen nicht nur die Interessen des Flughafenbetreibers und der Fluggesellschaften im Blick zu haben, sondern den Fokus auf die geplagten Menschen in Rhein- Main zu legen.

Wie kann ich mich gegen Fluglärm wehren?

Für Beschwerden über Fluglärm gibt es zudem das Fluglärmtelefon der Fraport AG. Unter der kostenfreien Nummer 0 800 / 2 34 56 79 können Sie Ihre Beschwerde direkt loswerden. Dies ist auch schriftlich möglich: Fraport AG, Servicestelle Nachbarschaftsanfragen, RAVAU/ NA , 60547 Frankfurt am Main.

 

© Verbandsgemeinde Nieder-Olm

http://www.verbandsgemeinde-nieder-olm.de/aktuelles/newsarchiv/rheinhessen_darf_nicht_im_laerm_versinken/index.html

G. F

 

Für die FWG: Winfried Labenz

 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 01. September 2010 um 17:33 Uhr